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Verwandtendarlehen als Finanzierungsalternative rein privater Natur

Die meisten Verbraucher in Deutschland wenden sich noch immer an ihre Hausbank, wenn Finanzierungsbedarf besteht. Dennoch hat sich das Verhältnis in den vergangenen Jahren etwas verschoben, wie eine aktuelle Studie belegt. Zwar ist die Bank nach wie vor Nummer eins im Bereich Kreditgeber, aber insbesondere die sogenannten Kredite von privat haben deutlich an Boden gewonnen. Vor allem solche Personen, die einen negativen Eintrag in der Schufa haben, finden im Privatkredit, der tatsächlich von Privatpersonen vergeben wird, oftmals eine gute Alternative. Einen Schritt weiter geht eine Art neuer Trend, der den Kredit noch etwas privater macht. So sind es sogenannte Verwandtendarlehen, die ebenfalls immer häufiger als Finanzierungsalternative genutzt werden.

Der Kredit von Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten

Schon lange bevor die ersten Banken am Markt auftraten, gab es unter der Bevölkerung die Geldleihe. Kredite wurden zur damaligen Zeit insbesondere von vermögenden Bürgern an finanziell schwächere Personen vorgeben. Die originäre Kreditaufnahme, nämlich die Geldleihe unter Privatpersonen, scheint seit geraumer Zeit wieder eine Renaissance zu erfahren. Dies zeigt beispielsweise die steigende Anzahl von Kreditaufnahmen über Kreditmarktplätze, die Kredite von privat vergeben. Relativ neu ist ein weiterer Trend in dieser Richtung, der aus der erhöhten Anzahl von vergebenen Verwandtendarlehen besteht. Mit einem Verwandtenkredit ist schlichtweg gemeint, dass beispielsweise der Enkelsohn von seinen Großeltern Geld geliehen bekommt. Dabei handelt es sich nicht um ein Geschenk, sondern tatsächlich um einen Kredit, der mit oder ohne Zinsen innerhalb einer vereinbarten Laufzeit zurückgezahlt werden muss.

Verwandtendarlehen oft zinslos

Ein großer Vorteil besteht bei vielen Verwandtendarlehen darin, dass es sich trotz eines offiziellen Kreditvertrages häufig um eine Art Gefälligkeit handelt, sodass der Kreditgeber dafür keine Zinsen haben möchte. Da Verwandtendarlehen also häufiger zinsfrei sind, stellen sie auch im direkten Vergleich mit Bankkrediten und Krediten von privat eine sehr günstige Finanzierungsform dar. Darüber hinaus kann sich der Kreditnehmer meistens darauf verlassen, dass der Kreditgeber bei eventuellen Zahlungsschwierigkeiten nicht gleich das Mahnverfahren anstrengen wird. Allerdings steigt bei Verwandtendarlehen andererseits die moralische Verpflichtung, denn natürlich fühlt man sich beispielsweise seinen Großeltern als Kreditgeber mehr verpflichtet zur Rückzahlung, als es bei dem Darlehen einer Bank der Fall ist.

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