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Autopfand – eine Finanzierungsalternative bei schlechter Bonität

Finanzierungen sind für die weitaus meisten Verbraucher in Deutschland kein Problem, da in der Regel ein geregeltes Einkommen vorhanden ist, aus dem die zu zahlenden Kreditraten heraus geleistet werden können. Manche Bürger haben jedoch insoweit ein Problem, als dass eine negative Schufa-Auskunft dazu führt, dass die Bank nicht zur Kreditvergabe bereit ist. In diesem Fall müssen sich die betroffenen Personen nach Finanzierungsalternativen umsehen, zu denen in der heutigen Zeit immer öfter auch das Autopfand gehört.

Autopfand als klassische Finanzierungsvariante

Das Autopfand ist zwar in der Bevölkerung in weiten Teilen nicht bekannt, aber dennoch handelt es sich um eine ganz klassische Finanzierungsvariante. Von einem Pfandleihaus hat wahrscheinlich schon jeder Verbraucher einmal gehört, jedoch wird damit meistens in Verbindung gebracht, dass man dort beispielsweise Schmuck oder sein Smartphone abgibt und dafür Geld erhält. Auf einem ganz ähnlichen Prinzip basiert auch das Autopfand, sodass es in diesem Fall eben das Fahrzeug des Kreditsuchenden ist, welches verpfändet wird. Demzufolge funktioniert Autopfand genauso wie jede andere Pfandleihe, bei der man einen Gegenstand gegen Bargeld „eintauschen“ kann. Das bedeutet, Verbraucher begeben sich in ein spezielles Autopfandhaus, um dort ihr Auto abzugeben und dafür im Gegenzug einen gewissen Geldbetrag zu erhalten.

Wie ist der Ablauf beim Autopfand?

Zunächst einmal steht beim Autopfand im Vordergrund, dass Sie einen passenden Anbieter finden. Dies ist in der Regel über das Internet möglich, denn dort bieten diverse Dienstleister im Bereich Autopfand ihren Service an. Haben Sie sich für einen Anbieter entschieden, sollten Sie direkt mit Ihrem Fahrzeug dort erscheinen. Das Pfandhaus wird dann eine Schätzung des aktuellen Wertes ihres Fahrzeuges vornehmen und vielleicht zusätzlich unter Einbeziehen eines Sicherheitsabschlages die Summe nennen, die als Pfandbetrag infrage kommt.

Sind Sie damit einverstanden, wird im zweiten Schritt ein Pfandkreditvertrag geschlossen. Dieser beinhaltet im Wesentlichen, dass Sie Ihr Auto verpfänden und dafür einen bestimmten Geldbetrag bekommen. Ob von vornherein eine begrenzte Laufzeit vereinbart wird oder nicht, liegt in aller Regel sowohl an Ihnen als auch am Anbieter. Beachten Sie allerdings beim Autopfand, dass Sie Ihr Auto natürlich tatsächlich beim von Pfandhaus stehen lassen müssen. Demzufolge kommt Autopfand als Finanzierungsalternative auch nur für Personen infrage, die zumindest vorübergehend auf ihr Fahrzeug verzichten können.

Sale-and-rent-back als Weiterfahroption

Eine Alternative zum klassischen Autopfand kann auch darin bestehen, dass Sie das sogenannte Sale-and-rent-back Verfahren nutzen. In diesem Fall wird Ihr Auto nicht tatsächlich in der vom verpfändet, als dass es beim Pfandhaus stehengelassen wird. Stattdessen handelt es sich um eine rechtlich andere Konstruktion, die es Ihnen jedoch ermöglicht, einerseits den gewünschten Geldbetrag zu bekommen und andererseits nicht auf die Nutzung des Fahrzeuges verzichten zu müssen. Hier sollten Sie sich allerdings im Detail informieren, welche Vertragsinhalte diese Finanzierungsform hat.

Bildquelle: ClkerFreeVectorImages / pixabay (https://pixabay.com/de/auto-sport-rot-fahrzeug-29645/)